Die Dommse lässt sich dominieren
Wir müssen Robin jetzt leider ein wenig am Pranger stehen lassen. Bevor ich euch weiter von dieser Session berichte, möchte ich auf ein anderes Thema zu sprechen kommen, das ihr aus dem Titel dieses Blog Eintrags bereits erraten könnt.
Diese Woche erreichte mich nämlich ein Mail, in dem ein - dominanter - Leser mich fragt, ob ich eigentlich jemals die Rollen getauscht hätte, also in der BDSM Erotik eine Sub gewesen wäre.
Ich denke mal, die Antwort auf diese Frage interessiert mehr als nur diesen einen Leser; deshalb möchte ich sie hier im Blog beantworten.
Zurück im SM Studio
Die anderen Damen im Studio waren ersichtlich alle beschäftigt, wenigstens ließ sich keine von ihnen blicken, aber Cathy ließ es sich nicht nehmen, mich persönlich zu begrüßen, uns den Raum zu zeigen, den man uns zur Verfügung stellte - und dabei Robin natürlich eingehend zu mustern.
Sie hatte mir sogar ein Paar Overknee-Stiefel und ein schickes Outfit bereit gelegt, das sie mir mit einem wissenden Lächeln überreichte; meine übrige Kleidung schien für Robin zwar keine Rolle zu spielen, es kam wohl hauptsächlich auf die hohen Stiefel an. Aber hier ging es um ein Rollenspiel, und wenn ich in eine andere Rolle schlüpfe, möchte ich das auch äußerlich dokumentiert sehen.
“Nachspiel”
Ich öffnete die Augen, sah Robin an - und in diesem Moment wusste ich genau, wie ich es herausfinden konnte, was Robin denn am meisten faszinierte. Die Lösung war mehr als offensichtlich.
Gleichzeitig wurde mir klar, dass es genau das war, was er von mir erwartete - dass ich ihm half, seinen Traum nachzuspielen.
Der Gedanke, die ganze Situation war so vollkommen verrückt, dass ich lachen musste. Schließlich waren wir einander vollkommen fremd. Obwohl ich zugeben musste, dass ich mich in seiner Wohnung, in seiner Nähe nicht fremd fühlte.
Strap-on?
Endlich beschloss Cathy, dass der Sklave sich zur Genüge an meinen Schuhen gütlich getan hatte. Sie glänzten überall nass von seiner Spucke. Und war das nicht so, dass Spucke das beste Schuhputzmittel ist? …
Cathy bat mich aufzustehen; nun sollte der Sklave sich in den Sessel setzen, den ich bisher eingenommen hatte. Zuerst war ich ja etwas verwundert, denn es kam mir nun doch etwas ungewöhnlich vor, dass ein Sklave in einem professionellen Domina Studio zum Sitzen aufgefordert wird.
Anprobe und Stiefelkuss
Das erste Problem war natürlich, dass ich meinen Jeans und mit dem Sweatshirt – als ich angerufen hatte, hatte man mir erklärt, ich solle einfach so kommen, wie ich Lust hätte – kaum einem Sklaven gegenübertreten konnte.
In einem Domina Studio noch mehr als bei einer privaten Sklavenerziehung hängt der Respekt, den ein Sklave einer dominanten Frau entgegenbringt, nicht zuletzt auch von ihrer Kleidung ab.
Nicht dass so ein Domina Outfit nun alles wäre; aber es macht doch einen ganz entscheidenden Teil aus.
Endlich doch im Domina Studio
Nun, es ist ja normal, dass Beziehungen mit der Zeit ein bisschen ihren Glanz verlieren, und das gilt natürlich auch für SM Beziehungen zwischen Herrin und Sklaven. Von daher musste ich mich einfach damit abfinden, die erste, atemberaubende, berauschende Zeit mit Phil war nun vorbei.
Der Alltag zog bei uns ein.
Es gibt allerdings nichts, was ich mehr hasse, als einen trübsinnigen Alltag. Das war ja einer der Gründe gewesen, warum ich Deutschland den Rücken gekehrt hatte – weil da irgendwann alles Alltag geworden war.


