Zurück in Deutschland

10. September 2011

So, jetzt habe ich euch aber lange genug das Vergnügen einer Domina Sexgeschichte in Fortsetzungen gegönnt! Es wird höchste Zeit, dass ich euch mal wieder in meinem privaten Leben aufs Laufende bringe, denn da hat sich inzwischen einiges getan. Und was, das wollt ihr doch sicher wissen, oder?

Ihr werdet es nicht glauben, aber momentan bin ich mal wieder zurück in Deutschland, und zwar zumindest für viele Wochen, wenn nicht gar länger. Der Ruf einer Freundin hat mich zurückgeholt in die alte Heimat.

Anke war während des Studiums meine allerbeste Freundin und ich war die ihre. Nach dem Studium, als jede von uns woanders ihr Berufsleben aufgenommen hat, haben wir uns ein bisschen aus den Augen verloren, aber wir haben immer dafür gesorgt, dass wir gegenseitig unsere Kontaktdaten hatten.

Es ist jetzt etwa zwei Wochen her, da hat Anke mich angerufen. So wie ich mich in Deutschland mit gebrauchter Hardware selbstständig gemacht hatte, bevor ich in London in die Welt der Profi Dominas im SM Studio eingestiegen bin, hat sie sich mit einer kleinen Boutique selbstständig gemacht.

Die Boutique lief nicht sehr gut, das wusste ich bereits von ihr. Aber das war nicht der einzige Schicksalsschlag, mit dem sie zu kämpfen hatte.  Vor ein paar Wochen hat man bei ihr Krebs diagnostiziert.

Danach ging alles ganz schnell mit der OP. Dummerweise war ihre normale Vertretung in der Boutique gerade kurz vorher ausgestiegen; sie hatte also niemandem, dem sie ihren Laden für die Zeit anvertrauen konnte, die sie im Krankenhaus war und anschließend sich zuhause noch erholen musste.

Außerdem steht nach der OP auch noch eine Chemotherapie an, und währenddessen, so hat mir Anke berichtet, sei sie ebenfalls nicht in der Lage, stundenlang im Laden zu stehen. Nun hätte sie die Boutique natürlich mal für eine Woche oder so schließen können; aber wenn sie das gleich für ein paar Monate macht, dann sind die wenigen Kunden, die sie bisher gewinnen konnte, ebenfalls gleich wieder verschwunden.

Sie brauchte also jemanden, der für sie vorübergehend den Laden übernimmt, und weil es finanziell bei ihr ohnehin nicht allzu rosig aussieht, sie sich also keine voll bezahlte Ersatzkraft leisten kann, hat sie an mich gedacht.

Ich bin auch die Einzige in ihrem Freundeskreis, die es sich wenigstens einigermaßen leisten kann, wenigstens für ein paar Wochen aus ihrem Alltag auszubrechen und etwas anderes zu machen. Die erotischen englischen Übersetzungen, die ich regelmäßig mache, das kann ich auch per Mail von Deutschland aus erledigen; James wird dann leider eine Weile ohne meine direkte Präsenz auskommen müssen.

Ebenso wie Phil; und auch im Domina Studio wird man sich vorübergehend ohne mich behelfen müssen.

Ja, und jetzt bin ich also einstweilen wieder hier. Es ist ganz ungewohnt, Deutsch zu sprechen und zu hören. Ansonsten finde ich es aber eigentlich eine angenehme Abwechslung zurück zum entwöhnten Vertrauten …

Aber wer mich ein bisschen kennt, der weiß genau, dass ich mich kaum damit bescheiden werde, für Anke den Laden zu hüten.

Und kaum hatte ich mir das mit der Boutique so richtig angeschaut, hatte ich auch gleich eine Idee, wie man das alles erweitern könnte. Es gibt in diesem Laden nämlich einen sehr großen Raum, den Anke gar nicht nutzt, außer als Lager. Die paar Kisten hier könnte man aber auch gut woanders unterbringen.

Für diesen Raum hatte ich eine Idee.

K. – hier ist es, wo Anke jetzt lebt – ist eine ziemlich große Stadt. In großen Städten kann es gelingen, was auf dem Dorf ein totgeborenes Kind wäre: einen SM Shop aufmachen! Ich habe mir das genau überlegt. Man kann aus dem Lagerraum einen Durchbruch auf die Straße machen, also einen zweiten Eingang schaffen. So könnte man das seriöse Geschäft und die Sadomaso Schweinereien streng getrennt halten.

Wenn man auch nur ein paar Kontakte in der BDSM Szene hat, und die habe ich zum Glück immer noch, müsste es möglich sein, diesen SM Shop sehr schnell zu einer Einnahmequelle zu machen. Natürlich wird es erst einmal Geld kosten; der Durchbruch, Werbeanzeigen, die Ware, aber ich habe Anke den Vorschlag gemacht, dass ich diese Ausgaben gegen eine Beteiligung an den Einnahmen übernehme.

Damit war sie sofort einverstanden. Ich vermute mal, die Boutique war für sie ohnehin schon längst nicht mehr die Erfüllung eines Traums, sondern ein Klotz am Bein. Eine neue Richtung könnte da auch für sie genau das Richtige sein, damit sie wieder Freude an dem Ganzen bekommt. Und auch wenn Anke selbst mit BDSM nichts am Hut hat, sie ist da doch sehr tolerant und aufgeschlossen in dieser Hinsicht.

Und so kommt es, dass ich jetzt gerade dabei bin, in K. einen SM Shop auf die Beine zu stellen. Ich werde euch berichten, wie die Dinge sich entwickeln!


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