Erziehung am Telefon

Die Burgherrin und der Fremde – Teil 5

13. Oktober 2010

“Wer bist du wirklich?”, war Gerlins erste Frage. Denn inzwischen war ihr klar geworden, dass der Fremde keineswegs der sein konnte, der er vorgab zu sein. Kein echter armer Ritter hätte ihr Angebot ausgeschlagen, die Nacht in ihrer Kemenate zu verbringen und stattdessen das Strohlager vorgezogen.
Das heißt, es mochte schon sein, dass der Fremde wirklich ein armer Ritter war – aber keiner, der einfach nur auf der Suche nach Kost und Logis durch die Lande zog. Denn der hätte sich immer für den gewohnten Luxus entschieden und hätte in der Nacht das Zimmer mit ihr geteilt; keiner hätte dieser Einladung widerstehen können.

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Die Burgherrin und der Fremde – Teil 3

30. September 2010

Bei ihrer Rache an dem unverschämten Fremden, der es gewagt hatte, ihr Angebot auszuschlagen, die Nacht mit ihr zu verbringen, konnte der Burgherrin Gerlin natürlich nur einer helfen – ihr Burgmarschall.
Mithilfe der an der Wand angebrachten Klingel rief Gerlin ihn herbei. Er war ziemlich erstaunt, sie in ihrer Kemenate alleine vorzufinden. Als sie ihm erklärt hatte, was geschehen war, war er nicht minder empört als sie selbst und verlieh seiner Empörung auch mit kräftigen Worten sehr lautstark Ausdruck.

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Die Burgherrin und der Fremde – Teil 1

16. September 2010

Wutentbrannt stürmte die Burgherrin den Flur entlang in ihre Kemenate und knallte die Tür hinter sich zu, dass es nur so schepperte. Was bildete dieser Kerl sich eigentlich ein? Sie hatte so viel für ihn getan, und das war nun der Dank dafür?
Er war zwar ein Ritter, und ihr insofern vom Geburtsrecht her ebenbürtig, aber er stammte aus einem derart verarmten Geschlecht, dass ihm kaum das zerrissene Hemd an seinem Leib gehörte. Eine Rüstung hatte er schon gar nicht gehabt, und selbst als er seine mickrige, halb zerfallene Burg verkauft hatte, waren noch Schulden übrig geblieben, sodass er auch sein Pferd hatte hergeben müssen.

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Rekrutenausbildung

25. Juni 2010

Nachdem Jason sich wieder aufgerappelt hatte, fiel ihm seine Uniform-Hose natürlich bis herab auf die groben Stiefel. Deshalb befahl ich ihm, die Hose auszuziehen. Die Stiefel allerdings, die er dafür ebenfalls hatte ausziehen müssen, die musste er nachher wieder anziehen. Deren Gewicht brauchte ich nämlich noch.
Als nächstes führte ich Jason unter ein Bondagegestell mitten im Raum, das ein bisschen so aussieht wie früher die Wäschestangen hinter den Häusern; ein Rohr hoch, ein Rohr oben gerade, und ein Rohr wieder nach unten. Allerdings waren an diesem Gestell keine Spiralen befestigt, um eine Wäscheleine zu fixieren, sondern es gab diverse andere köstliche Haken und Häkchen und Geheimnisse.

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Military Rollenspiele

17. Juni 2010

Bei meinen ersten Besuchen im Domina Studio, wo die Kunden mich noch nicht kannten, bekam ich natürlich von der Chefin sozusagen die Männer zugeteilt, die nicht speziell eine der anderen Dominas verlangt haben, sondern darin frei waren, welche dominante Lady ihre Sklavenerziehung im Studio übernimmt.
Es war sozusagen die “Laufkundschaft”, die ich abbekam, bis ich mir einen Kundenstamm an devoten Sklaven erwerben konnte.

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Seltsame Begegnung

17. Dezember 2009

Nun wirkt es im Deutschen ja schon sehr herablassend, einen Fremden einfach zu duzen; das tut man einfach nicht.
Man muss sich hier aber immer vor Augen halten, dass ich in London bin und Englisch – noch immer mit einem leichten deutschen Akzent – spreche; das heißt, es gibt keine Unterscheidung zwischen Sie und du; und meine Verachtung, die im Deutschen alleine schon die Wortwahl ausgedrückt hätte, musste ich in dieser Situation voll in den Tonfall legen, mit dem ich sprach. Das allerdings tat ich mit aller Inbrunst, denn ich hasse es, angestarrt zu werden!

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